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Erwachen und Individualität
#21

(01.08.2015, 22:29)ParaDoxa schrieb:  Die Verschiedenheit spielt sich nicht nur auf Verstandesebene ab, sondern bringen wir mit der Geburt ins Leben, in die Materie mit.
Ansonsten, jaja, ich weiß wohl, aber das spielt für mich keine Rolle, denn mir geht es um die erste Erscheinung des wahren SELBST in der Welt. Und die ist unverfälscht in seiner Reinform individuell. Darum wäre es hilfreich gewesen die Fragen mal zu beantworten.

Das Selbst erscheint nicht in der Welt, es vergeht, kondensiert in die Welt ist selbst aber immer am Anfang der Zeit, bevor die Welt beginnt..

(01.08.2015, 22:29)ParaDoxa schrieb:  Doch Aaron, darum geht es mir. Du machst aus meinen Eingangsfragen, eine Frage über das was wirklich und nicht wirklich ist. So gesehen ist ALLES Illusion was auftaucht. Aber, darum dreht sich das Thema nicht.

Ich habe das Wort Illusion nicht ein einziges Mal verwendet,
es gibt mir darum aufzuzeigen, was sich wirklich verändert und was wirklich ewig ist, mit Illusion hat das nichts zu tun^^

(01.08.2015, 22:29)ParaDoxa schrieb:  Das glaube ich nicht, dass das immer auf Kosten des Bewusstseins ( ich nenne es lieber Gewahrsein, denn Bewusstsein hat ja jeder Mensch) geht. Da kommt es sicher auf die jeweilige Stabilität btw. das Gegründet-sein im Gewahrseins an.

Wie du es auch immer bezeichnen möchtest, Selbst, Bewusstsein, Ich oder Gewahrsein.. Es ist immer das Eine, das nicht Duale, das in die Welt der Viele zerbricht..

(01.08.2015, 22:29)ParaDoxa schrieb:  Man darf auch nicht vergessen, das wir nur diese Welt der Erscheinungen haben, wir leben nun mal darin.

Nein, wir sterben darin, das ist der Tod den Jesus für uns am Kreuz stirbt immer und immer wieder..

(01.08.2015, 22:29)ParaDoxa schrieb:  Komisch bei mir nicht. Ich erlebe das häufig parallel. Gewahrsein und Gedanken, oder was auch immer darin auftaucht, kann ich voll bewusst bezeugen.

Das wiederum ist eine Illusion.
Das kann entweder daran liegen, dass du den Zustand reinen Bewusstseins noch nicht erlebt hast oder daran, dass du noch nicht erkannt hast dass man nicht da ist wenn man sich des Seins nicht bewusst ist und es daher auch nicht mitbekommt..
Ich denke da an meine Großeltern, mein Opa ist oft vor dem Fernseher eingeschlafen und wenn meine Oma ihn geweckt hat: "Du schläfst", dann war mein Opa sich immer ganz sicher nicht geschlafen zu haben..^^
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#22

Zitat:Das Selbst erscheint nicht in der Welt, es vergeht, kondensiert in die Welt ist selbst aber immer am Anfang der Zeit, bevor die Welt beginnt..

Ich schrieb: .......denn mir geht es um die erste Erscheinung des wahren SELBST in der Welt. Und die ist unverfälscht in seiner Reinform individuell verschieden. Alles was davor ist, ist Leere, oder reine Potenzialität.

Zitat:Ich habe das Wort Illusion nicht ein einziges Mal verwendet,
es gibt mir darum aufzuzeigen, was sich wirklich verändert und was wirklich ewig ist, mit Illusion hat das nichts zu tun^^
Naja, du sprachst von dem was wirklich ist, und was dem Wandel unterliegt, und daher nicht wirklich ist. Nur das "ich bin" ist wirklich. So waren deine Worte. Nicht wirklich oder Illusion ist für mich das gleiche.

Zitat:Wie du es auch immer bezeichnen möchtest, Selbst, Bewusstsein, Ich oder Gewahrsein.. Es ist immer das Eine, das nicht Duale, das in die Welt der Viele zerbricht..
Es kann muss aber nicht zerbrechen.


Zitat:Nein, wir sterben darin, das ist der Tod den Jesus für uns am Kreuz stirbt immer und immer wieder..

Kennst du nicht den Spruch: "Ich bin in dieser Welt aber nicht von dieser Welt. ? Wie könnte er zutreffen, wenn wir uns jedesmal in der Welt verlieren, sobald Gedanken auftauchen oder wir etwas genießen, oder was auch immer? Wenn wir dabei jedesmal am Kreuz sterben würden?
Wenn du in jedem Moment gegenwärtig bist, im Hier und Jetzt, entgeht dir nicht das SEIN, auch nicht, wenn du aktiv bist. :-)

Zitat:Das wiederum ist eine Illusion.
Das kann entweder daran liegen, dass du den Zustand reinen Bewusstseins noch nicht erlebt hast oder daran, dass du noch nicht erkannt hast dass man nicht da ist wenn man sich des Seins nicht bewusst ist und es daher auch nicht mitbekommt..
Ich denke da an meine Großeltern, mein Opa ist oft vor dem Fernseher eingeschlafen und wenn meine Oma ihn geweckt hat: "Du schläfst", dann war mein Opa sich immer ganz sicher nicht geschlafen zu haben..^^

Das mag ja für dich und bei dir so sein, bei mir nicht. :-)
Gewahrsein bedeutet ja Präsenz, und sich des Seins bewusst zu sein, lieber Aaron.
Ich bin nicht die Einzige die das so kennt, da gibt es einen haufen Lehrer die das gleiche schildern.
Eine Hilfe ist das Spürbewusstsein zu schulen, und auch im Körper bei allen Tätigkeiten stets zu registrieren, so bleibt man präsent, und ist sich seines Seins bewusst. Irgendwann automatisiert sich diese Bewusstheit bzw. das Gewahrsein.



Wir sind die wahre Natur, klar, aber genauso, wenn auch erst in zweiter Linie, ihr individueller Ausdruck in der Welt. Beides ist und geschieht gleichzeitig.
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#23

(01.08.2015, 23:18)ParaDoxa schrieb:  Ich schrieb: .......denn mir geht es um die erste Erscheinung des wahren SELBST in der Welt. Und die ist unverfälscht in seiner Reinform individuell verschieden. Alles was davor ist, ist Leere, oder reine Potenzialität.

Aber genau die gibt es nicht, es gibt keine Erscheinung des wahren Selbst in der Welt. Es gibt nur die Welt, zudem das Selbst zerbricht und desto dichter die Welt am Selbst ist, umso höher ist der Grad der Ordnung und der Klarheit..
Es ist aber immer Teil der Welt, nie Teil des Selbst denn das befindet sich am Anfang der Zeit und kann somit niemals Teil der Welt sein.
Reines, umverfälschtes Selbst kann niemals einen Teil der Welt enthalten, dann wäre es nicht mehr rein und unverfälscht.. Es ist dann bereits Welt und kein selbst mehr...

Vor der Welt ist keine Leere, sondern reines Sein, der Zenith des Seins, bevor es in die Welt des ewigen Wandels kondensiert..
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#24

Wortklauberei. ;-)
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#25

Hi meine liebe ParaDoxa
Zitat:Es besteht sowieso keinerlei Zeitdruck, und Antwortpflicht schon mal gar nicht, mein Lieber. ;-))
hihi^^
Ich wollte ja antworten, da ich das Thema interessant finde.:)

Zitat:Gehen wir mal davon aus, alles was mit Ich assoziert wird stirbt, Ego als auch Persönlichkeit, und nur noch die wahre Natur, oder nach R.Assagioli "wahre Wesensnatur" bleibt erhalten.

Was macht diese Wesensnatur aus?
Wirklichkeit - Wirkung = Wirkliche Wirkung.
Zitat:Wie drückt sie sich aus?
Durch wirkliche Wahrheit.
Hier ist keine Lüge vorhanden.

Zitat:Und inwieweit hat ihr Ausdruck in der Welt Ähnlichkeit mit einer (vermeindlichen) Persönlichkeit? Etwas das zumindest auf Individualität schließen lässt. ?
durch sich Selbst.
Du weißt ja, das ich es gerne mit kindlichen worten ausdrücke, das werde ICH jetzt auch:)

Stell dir vor, es wäre von dir nichts in der Welt anwesend,
es wäre EWIGE NACHT, aber wenn das Leben ERWACHT, dann tritt die Seele ins Licht:
Nacht,
und das Leben erwacht.
Hörst du (umbumbio)
Mamela(umbumbio)

Geh,
jemand zeigt dir den Weg,
jemand der dich versteht! (Er lebt)

Er lebt in dir! Er lebt in mir!
Und er wacht über, über alle hier!
So wie das Wasser,
das reflektiert,
Ist deine Seele!
Er lebt in dir!

Er lebt in dir! Er lebt in mir!
Und er wacht über, über alle hier!
wie das Wasser,
das reflektiert,
Ist deine Seele!
Er lebt in dir!

Er lebt in dir
(Er lebt in dir)
------------------------------------------------
Ich würde das als ein sehr klares Bild bezeichnen(meines Erachtens)
Was du ab hier tust ist "der Weg/dein Weg/unser Weg"
Deine Urteile sind ab hier "dein Urteil" mit jeden (UR)Teil entfernst du dich im Prinzip vom wahren URsprung...

In unserer Welt herrscht aber schon die Verwirrung, was bedeutet,
das wir FAST IMMER in Verwirrung aufwachsen.
SO bald wir aber beginnen zu DURCHSCHAUEN, haben wir die Möglichkeit, uns durch jedes URTEIL das wir wieder aufheben/auflösen(Fesseln Lösen), wieder einen Schritt auf UR zuzugehen, zum URsprünglichen sein/selbst:)

Woraus dann die Größte Mündliche Bezeugung eines ICH`S, der NAME ist. ICH BIN.
Ein ICH fragt das andere ICH:
Wer bist du?
Das andere ICH:
Was heißt, wer bist du?
Kennst mich ja, ICH bin ICH.
Anderes ICH: aber ICH bin auch ICH.
Wie soll ich da je, alle ICH`S einzeln erkennen?
Anderes ICH:
Dann geben wir uns halt NAMEN.
ich BIN Koman.
Und wer bist DU?
anderes ICH:
Ich BIN ParaDoxa:)

Sooo...
Ich bin mal wieder irgendwie völlig vom Thema abgekommen:)
Zitat:Ich denke, dass wir zwar alle der einen Quelle entpringen, und damit das All-eins-sein gemeinsam haben und dies sind, aber dennoch sehr individuell bleiben. Diese Individualität betrachte ich als den Teil der Persönlichkeit btw. der WESENsmerkmale die niemals auf dem Pfad zum wahren SELBST, btw. in Erwachensprozessen sterben.
Denn auch zuvor werden ja immer mal Merkmale der wahren Natur duchgedrungen sein. Ich denke, dass unsere wahre Natur nicht komplett überlagert sein muss, und daher Merkmale unseres WESENS, also der wahren Natur des Menschen immer wieder mal Ausdruck finden, und sich im Außen oder Innern zeigen. Wie z.B. der Weckruf, der uns zu suchen beginnen lässt, und damit die Suche nach uns selbt oder dem Sinn initiiert.
Ich bin zwar etwas abgekommen, aber das obere sollte trotzdem all das hier, beantworten:)AmenAmen
BANANA Party
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#26

Zitat:Desweiteren finden wir uns bei Fortschritt in Individuation oder spiritueller Ent-wicklung nicht als in seinem Ausdruck vollkommen gleiche Wesen vor,-man betrachte sämtliche Mystiker und Weise - sondern sehr verschieden, und wie gesagt nur auf einer tieferen Ebene des Seins miteinander verbunden, gleich und Eins.
Wie könnte man also Ego, Ich, Persönlichkeit und wahre Natur so differenziert betrachten, dass sich diese Individualität des Einzelnen herauskristallisieren bzw. erklären lässt?
Oder ist das gar nicht möglich, weil es sich viel zu komplex und unergründlich gestaltet? :-)
Ein spiritueller Mensch gleicht einen Fisch, der die ganze Zeit in seinen Gedanken und gedanklichen Welten herumschwimmt.
Deswegen gefällt mir auch Arielle die Meerjungfrau...
sie ist für mich wie ein spiritueller, der in seiner geistigen Welten lebt.
Sie will sich aber auch ausdrücken und das Leben erfahren.
Und alle ihre angesammeltes Wissen (Schätze) können sie trotzdem nicht davon abhalten, mehr zu wollen, sich auszudrücken.
Und darum fragt sie auch genauso:
Wie kann ich mich SELBST ausdrücken erfahren.
Und die Antwort ist GANZ EINFACH:):):)
Sieh dich nur um
ist das nicht schön
hast du so was denn schon einmal gesehen
glaubst du nicht auch ich hätt viel,
ich hätt viel schon erreicht?

Sieh diesen Schatz,
mein Lieblingsstück.
Ich habs gefunden
fand ich nicht mein Glück.

Siehst du dich um glaubst du wohl
Klar sie hat alles schon.

Ich hab zahllosen Kram und viel Plunder,
ich erstick im Klimbim sieh nur her
Willst du staunen?
Hier kleine Wunder

Doch für mich reicht es nicht
ich will mehr

Ich möchte fort, bei den Menschen sein
ich möcht sofort dort mit ihnen tanzen,
möchte mich drehen und
wie nennen die das?
Ah gehn

Flossen die tragen nicht allzuweit
denn man braucht Beine zum springen,tanzen
um zu spazieren und zu
wie heißt doch das Wort?
stehn

Dort ist man frei
dort ist man froh
dort scheint das Licht der Mond
Dort lebt man anders als hier
drum wünsch ich mir
ein Mensch zu sein.

Mit Herz und Sinn
ziehts mich dorthin
ich wills probieren

Ich möchte rauf
endlich hinauf
an ihren Strand

Will ihren Sand
in meiner Hand
was man mir nur genannt
selbst spürn

Ich wills wissen
endlich wissen
ich bin gespannt
und sehr interessiert was man oben weiß
hab viele Fragen
möcht drauf Antwort
was ist Feuer
und wie ist es?
Heiß

Was ist der Preis ?
ich zahl ihn gern
Wär ich am Ziel
Am Ziel
dort oben

Heute und Hier
Wünsche ich mir
Ein Mensch zu sein
------------------------------
Als Mensch kannst sich jeder so ausdrücken, "WIE ICH WILL"
ein Magier, ein Bäcker, ein Schneider, ein Indianer, ein Mongole, ein Techniker, ein Wissenschaftler, ein guter, ein böser, ein Weiser, ein Dummer und ewig so weiter.
Das Leben ist das Potenzial, alles auszudrücken was sich ausdrücken will.
Der Mensch ist das potenzial, alle ich´s auszudrücken,
Jedes noch so kleine ich, kann sich hier ausdrücken:)
Man muss einfach nur JA zum LEBEN sagen.
Glaube ich halt:)
LG
Koman
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#27

Danke, Koman, für deine Beiträge, den ersten fand ich sehr rührend. :-)

Zum zweiten Beitrag; ich kenne Ariel die Meerjungfrau nur vom Titel. :-)

Sie scheint nach neuen Erfahrungen zu dürsten, das hat der spirituelle Mensch hinter sich gelassen, denn er hat erkannt, dass sein Glück und die Erfüllung unabhängig von Erfahrungen sind, und in ihnen nicht gefunden werden kann. D.h. nicht, dass man keine Erfahrungen mehr machen möchte, sondern dass die starke Sehnsucht nach diesen gestillt ist.


Zitat:Ein spiritueller Mensch gleicht einen Fisch, der die ganze Zeit in seinen Gedanken und gedanklichen Welten herumschwimmt.

Naja, nicht in Gedanken und gedankliche Luftschlösser bauen. Das sind doch eher die sog. "Träumer", die sich alles mögliche vorstellen, dass sie zufrieden und glücklich machen soll. Ein Ziel in der Ferne......
Ich verstehe unter Spiritualität etwas anderes. Raus aus den Gedanken und gedanklichen Gerüsten, ins Hier und Jetzt, das was Jetzt ist, was auftaucht in mir, in anderen, und was passiert in Interaktion mit der Welt. Es ist nichts Abgehobenes, sondern übetragbar ins praktische Leben, und ist das Leben selbst....so in etwa. :-)
Spiritualität ist für mich Selbsterkenntnis, der Begriff ist nur irreführend, weil er für alles mögliche verwendet wird.

http://www.neue-religion.de/index.php?ti...erkenntnis 


Aber, vielleicht meinst du damit auch etwas anderes, nämlich, dass sich
der spirituelle Mensch viel mit den Fragen des Lebens beschäftigt, mit dem Sinn seines Hier-Seins und der Frage wer er eigentlich ist. Das stimmt dann auch für mich wieder, mein Lieber. ;-))
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#28

Hi meine liebe ParaDoxa
Zitat:Aber, vielleicht meinst du damit auch etwas anderes, nämlich, dass sich
der spirituelle Mensch viel mit den Fragen des Lebens beschäftigt, mit dem Sinn seines Hier-Seins und der Frage wer er eigentlich ist. Das stimmt dann auch für mich wieder, mein Lieber. ;-))
Ganz genau, das meinte ich..
Ich wusste nur nicht genau, wie ich es nennen/ausdrücken sollte.
Bzw. war es das beste, was mir eingefallen ist:)

LG
Koman
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#29

Zitat:Ich verstehe unter Spiritualität etwas anderes. Raus aus den Gedanken und gedanklichen Gerüsten, ins Hier und Jetzt, das was Jetzt ist, was auftaucht in mir, in anderen, und was passiert in Interaktion mit der Welt. Es ist nichts Abgehobenes, sondern übetragbar ins praktische Leben, und ist das Leben selbst....so in etwa. :-)
Genau das meinte ich, dieses "übertragen" ins Leben.
Das haste sehr klar beschrieben.

Zitat:Zum zweiten Beitrag; ich kenne Ariel die Meerjungfrau nur vom Titel. :-)
musste auch nicht, es ist nur der Text/Lied von Bedeutung,
was ich gepostet habe.
Um das aufzuzeigen, was ich aufzeigen wollte:)

Und da du alles nachvollziehen konntest, stehst du nach diesen zwei Beiträgen, als Mensch, im Leben.
rein theoretisch:) und wenn du auch wissen willst, welche zwei Möglichkeiten es nach meiner Sicht im Leben gibt, kann ich darauf auch eingehen. Musste halt sagen, dann gehe ich gerne darauf ein in kindlicher Manier:)
Ich kann dir aber jetzt schon sagen: Es gibt das A MENÜ und das B MENÜ:)
LG
Koman
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#30

Hier mal eine differenzierte Betrachtung vom Spezialisten Ken Wilber über die Ichlosigkeit, um mal dem ganzen Einheitsbrei der so auf dem Spirimarkt kursiert etwas entgegenzuwirken.
Ist ja schon nicht mehr schön, wie alles durch die Ichlos-und Weltlos-Brille betrachtet und beurteilt wird, und daraus ein erneutes Konzept entsteht, das sich wunderbar missionieren lässt.....

Laut Wilber muss das Ich weder weg, noch zerstört werden, es verhält sich alles ein wenig anders. Wink


Ego(losigkeit) - Ich - Selbst

(aus: Integrale Psychologie, Arbor Verlag 2001, S. 109)

Es gibt eine beharrlich andauernde Verwirrung in der Literatur darüber, ob man zum Beispiel das Ich im Verlaufe höherer Entwicklung behält oder verliert. Die meisten transpersonalen Forscher sagen von den höheren Stufen, sie seien "jenseits des Ich" oder "transegoisch", was zu implizieren scheint, daß man das Ich verliert. Aber diese Verwirrung ist fast nur semantischer Art. Wenn man mit Ich eine ausschließliche Identifikation mit dem persönlichen Selbst meint, dann wird diese Ausschließlichkeit zum großen Teil verloren oder in höherer Entwicklung aufgelöst - dieses "Ego" wird zum größten Teil zerstört (und die höheren Stufen werden korrekt transegoisch genannt). Wenn man mit Ich ein funktionales Selbst meint, das sich auf die konventionelle Welt bezieht, dann wird dieses Ich ganz entschieden behalten (und oft gestärkt). Ebenso, wenn man - wie die Psychoanalyse ? der Ansicht ist, daß ein wichtiger Teil des Ich die Fähigkeit zu distanzierter Selbstbeobachtung ist, dann wird dieses Ich mit Sicherheit behalten (und fast immer gestärkt). Wenn Enger sagt, daß "Meditation Ichstärke fördert", dann hat er absolut recht. Auch wenn man mit Ich die Fähigkeit der Psyche zur Integration meint - wie die Ich-Psychologie -, dann wird dieses Ich auch behalten und gestärkt. Kurz, die Ausschließlichkeit einer Identität mit einem gegebenen Selbst (Körper-Ich, Persona, Ich, Zentaur, Seele) wird mit jeder höheren Stufe des Selbstwachstums aufgelöst oder gelockert, aber die wichtigen funktionalen Fähigkeiten jeder Stufe werden behalten, (holarchisch) inkorporiert und oft in aufeinanderfolgenden Stufen gestärkt.

(aus: Einfach Das, Fischer Taschenbuch 2001)

Nun kann vielleicht die Tatsache, dass Ich, Seele und SELBST gleichzeitig gegenwärtig sein können, zu einem besseren Verständnis des Begriffs der "Ichlosigkeit" verhelfen, der immer wieder für große Verwirrung sorgt. Ichlosigkeit bedeutet jedenfalls nicht das Fehlen eines funktionellen Selbst (das wäre ein Psychotiker, kein Weiser); es bedeutet vielmehr, dass man nicht mehr ausschließlich mit diesem Selbst identifiziert ist.

Einer der Gründe, warum viele Menschen Schwierigkeiten mit dem Begriff "Ichlos" haben, liegt darin, dass sie alle ihre Phantasien von "heiligmäßig" oder "spirituell" auf ihre "ichlosen Weisen" projizieren, was üblicherweise bedeutet, dass diese dauernd gütig lächeln und vom Hals abwärts tot sein müssen, frei von fleischlichen Begierden und Gelüsten. Von all demjenigen, womit die Menschen üblicherweise Schwierigkeiten haben - also mit Geld, Essen, Sex, Beziehungen, Begierden -, sollen ihre Heiligen frei sein. "Ichlose Weise" sollen "über den Dingen stehen". Redende Köpfe sollen sie sein. Religion heißt für viele Menschen Befreiung von allen niederen Instinkten, Trieben und Bindungen, und deshalb erwarten sie von der Religion nicht Hilfestellung, wie man sein Leben mit Begeisterung leben kann, sondern vielmehr, wie man es unterdrücken und verleugnen, wie man ihm entrinnen kann.

Mit anderen Worten, die meisten Menschen wünschen sich einen spirituellen Weisen, der "weniger als eine Person" ist, der irgendwie frei ist von all den chaotischen, komplexen, pulsierenden, wirren, drängenden Kräften, die die meisten Leute umtreiben. Im Weisen soll all das nicht vorhanden sein, was einem selbst zu schaffen macht! Von allem, was einen selbst ängstigt, verwirrt, quält, soll der Weise unberührt sein. Dieses Nichtvorhandensein, dieses Freisein-von, dieses "Weniger-als-eine-Person-sein" versteht man oft unter "ichlos".

Aber "ichlos" bedeutet eben nicht "weniger als personal", sondern vielmehr "mehr als personal" - alle normalen personalen Eigenschaften und zusätzlich einige transpersonale. Man braucht ja nur an die großen Yogis, Heiligen und Weisen von Moses über Christus bis Padmasambhava zu denken: Dies waren keine schwächlichen Duckmäuser, sondern Leute, die etwas bewegten, die im Tempel die Peitsche schwangen und ganze Völker unterwarfen. Sie begegneten der Welt nicht mit frommem Augenaufschlag, sondern nahmen sie ganz konkret an; viele von ihnen entfachten tief greifende gesellschaftliche Revolutionen, die jahrtausendelang wirksam waren.

Sie konnten dies nicht deshalb tun, weil sie der physischen, emotionalen und mentalen Dimension des Menschseins und dem Ich auswichen, das deren Träger ist, sondern eben deshalb, weil sie diese Dimensionen mit einem Elan und einer Intensität ergriffen, die die Welt in ihren Grundfesten erschütterte. Natürlich hatten sie auch Kontakt zur Seele (dem tieferen Psychischen) und dem Geist (dem formlosen SELBST), die der letzte Ursprung ihrer Durchschlagskraft waren, aber sie verliehen dieser Kraft Ausdruck und setzten sie in konkrete Ergebnisse nur deshalb um, weil sie die niedrigeren Dimensionen in einer spektakulären Weise nutzten, um sich in der Welt Gehör zu verschaffen.

Diese großen Welterschütterer hatten im besten Sinne des Wortes ein ausgeprägtes Ich, weil das Ich, der funktionelle Träger des grobstofflichen Reichs, neben der Seele (der Trägerin des Subtilen) und dem SELBST (dem Träger des Kausalen) existieren kann und existiert. Insoweit diese großen Lehrer im grobstofflichen Reich etwas bewegten, taten sie dies mit ihrem Ich, weil das Ich der funktionelle Träger dieses Reichs ist. Sie waren natürlich keineswegs identisch mit ihrem Ich (dann wären sie bloß Narzissten gewesen); sie hatten einfach entdeckt, dass ihr Ich Kontakt zu einem strahlenden kosmischen Ursprung hatte. Die großen Yogis, Heiligen und Weisen bewirkten nicht deshalb so viel, weil sie kriecherische Speichellecker waren, sondern große Persönlichkeiten mit einem ausgeprägten Ich, die Kontakt zum dynamischen Urgrund und Ziel des Kosmos selbst hatten, zu ihrem eigenen höheren SELBST, weil sie wach für den reinen Atman, das reine Ich-Ich waren, das eins mit Brahman ist. Sie öffneten den Mund und die Welt erbebte, fiel auf die Knie und erkannte ihren strahlenden Gott.

War die heilige Theresia eine große Kontemplative? Ja, aber sie war auch (man muss sich dies einmal bewusst machen) die einzige Frau, die jemals die ganze katholische klösterliche Tradition reformierte. Gautama Buddha erschütterte Indien in seinen Grundfesten. Rumi, Plotin, Bodhidharma, Yeshe Tsogyal, Lao-tzu, Platon, der Baal Shem Tov - diese Männer und Frauen lösten Revolutionen im grobstofflichen Reich aus, die Jahrhunderte und Jahrtausende wirkten, etwas, was weder ein Marx noch ein Lenin, weder ein Locke noch ein Jefferson für sich in Anspruch nehmen können. Aber dies gelang ihnen nicht deshalb, weil sie vom Hals abwärts tot gewesen wären. Nein, es waren Persönlichkeiten mit einem monumentalen, glorreichen, göttlichen Ich, die Kontakt zu einem tieferen Psychischen und dadurch wiederum unmittelbar zu Gott hatten.

Natürlich hat der Begriff der Transzendierung des Ich seinen Sinn. Aber er bedeutet nicht Zerstörung des Ich, sondern vielmehr dessen Hinführung zu etwas Größerem. (Nagarjuna sagte, dass in der relativen Welt Atman wirklich sei; in der absoluten Welt sei weder Atman noch Anatman wirklich. In beiden Fällen sei also Anatta keine zutreffende Beschreibung der Wirklichkeit.) Das kleine Ich löst sich nicht in Luft auf: Es bleibt als funktionelles Zentrum der Aktivität im konventionellen Reich bestehen. Und wie schon gesagt, wird man durch den Verlust dieses Ich nicht zu einem Weisen, sondern zu einem Psychotiker.

"Das Ich zu transzendieren" bedeutet also in Wirklichkeit, das Ich in einer höheren und tieferen Umschließung zu transzendieren und einzuschließen, zunächst in der Seele oder dem tieferen Psychischen, dann im Zeugen oder ursprünglichen SELBST und dann, wenn man die vorangegangenen Stadien bewältigt und in sich aufgenommen hat, im Leuchten des Einen Geschmacks. Dies bedeutet also nicht, dass man sich von dem kleinen Ich befreit, sondern vielmehr, dass man ganz in es einzieht, es mit Begeisterung lebt, es als den notwendigen Träger sieht, durch den höhere Wahrheiten vermittelt werden. Seele und GEIST schließen Körper, Emotionen und Geist ein; sie löschen sie nicht aus.

Kurz: Das Ich ist nicht die Verhinderung des GEISTES, sondern vielmehr die strahlende Manifestation des GEISTES. Alle Formen sind nichts anderes als Leerheit, auch die Form des Ich. Man braucht keineswegs das Ich abzustreifen, sondern man muss es vielmehr mit einer gewissen Überschwänglichkeit leben. Wenn die Identifikation über das Ich hinausgeht und sich auf den Kosmos ausdehnt, entdeckt das Ich, dass der individuelle Atman in Wirklichkeit eins mit Brahman ist. Das große SELBST ist in der Tat kein kleines Ich, und soweit man auf dieses kleine Ich beschränkt ist, ist sehr wohl ein Tod und eine Transzendierung notwendig. Narzissten sind einfach Menschen, deren Ich noch nicht groß genug ist, um den ganzen Kosmos zu umfassen, weil sie versuchen, sich selbst zum Mittelpunkt des Kosmos zu machen.

Aber die Leute wollen nicht, dass die Weisen ein großes Ich haben; am liebsten wäre es ihnen, wenn sie überhaupt keine manifeste Dimension hätten. Wenn ein Weiser einmal sein Menschsein zeigt - im Zusammenhang mit Geld, Essen, Sex, Beziehungen -, dann sind sie geschockt, weil sie dem Leben überhaupt entrinnen möchten, statt es zu leben, und der Weise, der das Leben lebt, ist ein Ärgernis. Sie wollen hinaus, sie wollen aufsteigen, sie wollen entrinnen, und der Weise, der sich lustvoll ins Leben hineinbegibt, der es bis zur Neige auskostet, der jede Welle des Lebens ergreift und auf ihr bis zum Ende surft - ein solcher Weiser verstört sie zutiefst, erschreckt sie, denn dies bedeutet, dass auch sie sich dem Leben auf allen Ebenen mit Lust hingeben sollen, statt sich bloß in einer Wolke von leuchtendem Äther vor ihm zu verstecken. Sie wollen nicht, dass ihre Weisen einen Körper, ein Ich, Triebe, Vitalität, Sex, Geld, Beziehungen oder überhaupt Leben haben, weil eben dies sie dauernd quält, und sie wollen weg davon. Sie wollen nicht auf den Wellen des Lebens surfen, sie wollen die Wellen loshaben. Sie möchten eine Luftschloss-Spiritualität.

Aber der integrale Weise, der nichtduale Weise, zeigt uns einen anderen Weg. Er, der üblicherweise als "tantrischer Weiser" bezeichnet wird, sagt uns, dass man das Leben transzendieren muss, indem man es lebt. Er betont, dass man Freiheit durch Bindung erlangen muss, dass man das Nirvana mitten im Samsara finden, dass man die totale Befreiung durch vollständiges Sich-Hineinbegeben erlangen muss. Er betritt im vollen Bewusstsein die neun Kreise der Hölle, denn nirgendwo sonst kann man die neun Himmel finden. Nichts ist ihm fremd, denn es gibt nichts, das nicht der Eine Geschmack wäre.

Es kommt wirklich nur darauf an, dass man ganz im Körper und seinen Begierden, im Geist und seinen Ideen, im GEIST und seinem Licht zu Hause ist. Dass man dies alles vollständig, gleichmäßig und gleichzeitig annimmt, weil dies alles gleichermaßen eine Geste des Einen und Einzigen Geschmacks ist. Begib dich hinein in die Lust und beobachte ihr Spiel; nimm die Gedanken an und folge ihrem Glanz; lasse dich vom Geist verschlingen und erwache zu einer Herrlichkeit, für die die Zeit keinen Namen gefunden hat. Körper und Seele und Geist - alles ist gleichermaßen im allgegenwärtigen Gewahren enthalten, das der Grund der ganzen Darbietung ist.
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