20.12.2015, 17:44
Lieber Thomas, bei deinen Beispielen die du anführst bin ich ganz bei dir und deinen Schlüssen und Konsequenzen die du daraus ziehst.
Ich jedenfalls gehöre nicht zu den Menschen die durch deine Beispiele erwähnenswert verärgert wären.
Da gehört schon etwas mehr dazu.
Und es gibt durchaus Gründe des berechtigten Ärgers, die ich bereits in unserer letzten Diskussion ausgiebig erwähnt hatte.
Wenn du in einem Betrieb arbeitest, und dein Chef (ein Tyrann), unberechtigter Weise ständig deine Arbeiten als unpassabel bemängelt die du gewissenhaft verrichtet hast, und du vielleicht auch noch von dem Job abhängig bist, weil du eine Familie zu versorgen hast, und du weißt, dass auf dem Arbeitsmarkt diese Stellen rar gesät sind, könnte das ein Moment sein, wo irgendwann Ärger in dir aufsteigt. Wenn nicht schon vorher. :-))
Man muss quasi nur lange genug deine menschlichen Grenzen überschreiten......denn die gibt es durchaus, auch wenn das was wir sind unverletzbar und grenzenlos ist. In denke dieses Paradox lässt sich zu Lebzeiten nicht auflösen.
Zu glauben der Mensch sei irgendwann unverletzbar, halte ich für eine abgehobene Spirithese, ähnlich wie es Ikkyu anzudeuten versucht.
Es scheint eher ein Wunschdenken und fern der Realität zu sein, sich selbst als unverletzbar anzusehen. Da wird m.E. die wahre Natur mit der relativen Persönlichkeit gleichgesetzt, die jedoch ein Leben lang gewisse Bedürfnisse hat und reift.
Wenn du in einer Gruppe ständig unterbrochen wirst, sobald du etwas Wichtiges sagen möchtest, du aber durch die Unterbrechungen nie zu Wort kommst, taucht ganz automatisch früher oder später Ärger in dir auf. Dann wirst du entweder die Gruppe frustriert verlassen, und denken, die können mich alle mal, oder aber das Gefühl des Ärgers nutzen um dir -im doppelten Sinne- Gehör zu verschaffen.
Die Liste ließe sich ohne Ende erweitern.
Letzlich gilt es eben das Untersscheidungsvermögen zu schulen, wann Ärger sinnvoll genutzt werden kann und und wann nicht. Wann es einzig nur Triggerpunkt in mir ist, und wann ich für etwas einstehen möchte das mir wichtig ist, und mir tatsächlich zusteht.
Z.B. Ruhe, bei zu lauten Nachbarn.
Oder, wenn ein Vertragspartner sich nicht an die im Vertrag vereinbarten Abmachungen hält, kann das u.U. Ärger auslösen......und ja, dann kann man eben schauen, wie man weiter vorgehen möchte.....
Und das sind jetzt nur sehr milde Beispiele, für das was einem im Leben so begegnen kann. ;-))
Nach wie vor ist es dennoch ok für mich, wenn du die These vertrittst, dass Ärger immer und zu jedem Zeitpunkt falsch ist. Ich hab damit überhaupt kein Problem. Von daher müssen wir das auch nicht erneut aufrollen.

Ich jedenfalls gehöre nicht zu den Menschen die durch deine Beispiele erwähnenswert verärgert wären.
Da gehört schon etwas mehr dazu.
Und es gibt durchaus Gründe des berechtigten Ärgers, die ich bereits in unserer letzten Diskussion ausgiebig erwähnt hatte.
Wenn du in einem Betrieb arbeitest, und dein Chef (ein Tyrann), unberechtigter Weise ständig deine Arbeiten als unpassabel bemängelt die du gewissenhaft verrichtet hast, und du vielleicht auch noch von dem Job abhängig bist, weil du eine Familie zu versorgen hast, und du weißt, dass auf dem Arbeitsmarkt diese Stellen rar gesät sind, könnte das ein Moment sein, wo irgendwann Ärger in dir aufsteigt. Wenn nicht schon vorher. :-))
Man muss quasi nur lange genug deine menschlichen Grenzen überschreiten......denn die gibt es durchaus, auch wenn das was wir sind unverletzbar und grenzenlos ist. In denke dieses Paradox lässt sich zu Lebzeiten nicht auflösen.
Zu glauben der Mensch sei irgendwann unverletzbar, halte ich für eine abgehobene Spirithese, ähnlich wie es Ikkyu anzudeuten versucht.
Es scheint eher ein Wunschdenken und fern der Realität zu sein, sich selbst als unverletzbar anzusehen. Da wird m.E. die wahre Natur mit der relativen Persönlichkeit gleichgesetzt, die jedoch ein Leben lang gewisse Bedürfnisse hat und reift.
Wenn du in einer Gruppe ständig unterbrochen wirst, sobald du etwas Wichtiges sagen möchtest, du aber durch die Unterbrechungen nie zu Wort kommst, taucht ganz automatisch früher oder später Ärger in dir auf. Dann wirst du entweder die Gruppe frustriert verlassen, und denken, die können mich alle mal, oder aber das Gefühl des Ärgers nutzen um dir -im doppelten Sinne- Gehör zu verschaffen.
Die Liste ließe sich ohne Ende erweitern.
Letzlich gilt es eben das Untersscheidungsvermögen zu schulen, wann Ärger sinnvoll genutzt werden kann und und wann nicht. Wann es einzig nur Triggerpunkt in mir ist, und wann ich für etwas einstehen möchte das mir wichtig ist, und mir tatsächlich zusteht.
Z.B. Ruhe, bei zu lauten Nachbarn.
Oder, wenn ein Vertragspartner sich nicht an die im Vertrag vereinbarten Abmachungen hält, kann das u.U. Ärger auslösen......und ja, dann kann man eben schauen, wie man weiter vorgehen möchte.....
Und das sind jetzt nur sehr milde Beispiele, für das was einem im Leben so begegnen kann. ;-))
Nach wie vor ist es dennoch ok für mich, wenn du die These vertrittst, dass Ärger immer und zu jedem Zeitpunkt falsch ist. Ich hab damit überhaupt kein Problem. Von daher müssen wir das auch nicht erneut aufrollen.