20.12.2015, 19:46
Ja, das Gefühl dahinter sollte natürlich immer auch gefühlt werden, das ist ja klar und nicht die Frage.
Mir sind all die Zusammenhänge sehr gut bekannt, Thomas.
Von geheilten Verletzungen -und schau bei dir selbst- kann ich nicht nur Lieder sondern ganze Arien singen. lol
Ich bin -wie beim letzten mal- ein Schritt weiter in meinem Denken was das Thema betrifft.
Es gibt noch mehr als den Ärger in den Kontext von Verletzungen zustellen.
Ok, was machst du denn dann in dem Beispiel der Gruppe das ich nannte, und im Beispiel des Vertragsbruchs, sowie der Situation mit den zu lauten Nachbarn und dem Chef, anschließend?
Ganz konkret.
Und weiter unterbrechen lassen? Nur eben in Frieden? ;-)
Ich wollte in einer solchen Gruppe gar nicht mehr bleiben, auch dann nicht, wenn mich das nicht verletzt.
Denn was sollte ich in einer Gruppe, in der ich mich nicht mit meinen Anliegen einbringen kann? Aus welchen Gründen auch immer. Ich würde mir ein anderes Umfeld dafür suchen. Damit macht man die Gruppe nicht verantwortlich, sondern man sieht ein, dass sie für einen selbst ungeeignet ist. (Nachdem man zuvor evtl. versucht hat, das Anliegen Gruppenintern zu regeln.)
Zum Vertrag, kann es gut sein, dass ich Klage einreichen würde, je nachdem worum es geht. Eine Verletzung muss nicht dahinter stecken, so wie du sagst, aber ärgerlich wäre das bestimmt dennoch.
Zum Abschluss auch von mir ein Zitat, ;-) dass ich schon damals einbrachte:
"Grundsätzlich ist Ärger ein gesundes Gefühl", sagt Prof. Dr. Verena Kast, ehemalige Psychologie-Professorin an der Universität Zürich und heutige Präsidentin des C. G. Jung-Instituts in Zürich. "Ärger entsteht, wenn jemand über meine Grenzen geht oder nicht zulässt, dass ich meine eigenen Grenzen erweitere", definiert die Wissenschaftlerin, "Ärger lässt sich gut nutzen, um zu erkennen, was falsch läuft. Man spürt Energien, um etwas zu verändern."
Wer die Wut nie rauslässt, dem drohen Depressionen
Frisst man den Unmut ständig in sich hinein und unterdrückt ihn, werden Stresshormone und Neurotransmitter ausgeschüttet, die nicht gleich wieder abgebaut werden. "Die Folge ist eine anhaltende Aktivität im limbischen System im Gehirn, speziell in der Amygdala, wo es die meisten Rezeptoren für Stresshormone gibt", sagt der Hirnforscher Prof. Dr. Hans Markowitsch von der Universität Bielefeld, "dies kann wiederum zu chronischen Veränderungen auf Hirn- und Verhaltensebenen führen". Depressionen und andere psychische Erkrankungen drohen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...04733.html
Du siehst eben hinter jedem Ärger eine Verletzung, durch die eine -für dich- unberechtigte Reaktion ausgelöst wird, sobald der Verursacher zur Verantwortung gezogen wird, in dem der Betroffene sich verärgert zeigt, und Kritik an der Situation oder jenem Verhalten anbringt. Und das ist eben der Fehler in der Rechnung.
Würden alle so denken und nicht-reagieren, gäbe es keine Entwicklung mehr. Alles bliebe wie es ist - egal wie schräg es auch sein mag.
Wenn jemand in seinem Job ständig belästigt, gemobbt oder sonst wie mies behandelt wird, dann ist das nicht nur eine Frage nach der Verletzung die dadurch in demjenigen entsteht (was u.U. schlimm genug wäre) und/oder getriggert wird, sondern definitiv eine Aufforderung zur Handlung. Ärger kann hier ein guter Motor sein, der die Energien dazu (Veränderung) liefert.
Mir sind all die Zusammenhänge sehr gut bekannt, Thomas.
Von geheilten Verletzungen -und schau bei dir selbst- kann ich nicht nur Lieder sondern ganze Arien singen. lol
Ich bin -wie beim letzten mal- ein Schritt weiter in meinem Denken was das Thema betrifft.
Es gibt noch mehr als den Ärger in den Kontext von Verletzungen zustellen.
Ok, was machst du denn dann in dem Beispiel der Gruppe das ich nannte, und im Beispiel des Vertragsbruchs, sowie der Situation mit den zu lauten Nachbarn und dem Chef, anschließend?
Ganz konkret.
(20.12.2015, 19:35)Thomas schrieb: Deine Erkenntnis, dass es keinen Grund gibt, dich verletzt zu fühlen, lässt dich mit dir und der Gruppe in Frieden sein.
Und weiter unterbrechen lassen? Nur eben in Frieden? ;-)
Ich wollte in einer solchen Gruppe gar nicht mehr bleiben, auch dann nicht, wenn mich das nicht verletzt.
Denn was sollte ich in einer Gruppe, in der ich mich nicht mit meinen Anliegen einbringen kann? Aus welchen Gründen auch immer. Ich würde mir ein anderes Umfeld dafür suchen. Damit macht man die Gruppe nicht verantwortlich, sondern man sieht ein, dass sie für einen selbst ungeeignet ist. (Nachdem man zuvor evtl. versucht hat, das Anliegen Gruppenintern zu regeln.)
Zum Vertrag, kann es gut sein, dass ich Klage einreichen würde, je nachdem worum es geht. Eine Verletzung muss nicht dahinter stecken, so wie du sagst, aber ärgerlich wäre das bestimmt dennoch.
Zum Abschluss auch von mir ein Zitat, ;-) dass ich schon damals einbrachte:
"Grundsätzlich ist Ärger ein gesundes Gefühl", sagt Prof. Dr. Verena Kast, ehemalige Psychologie-Professorin an der Universität Zürich und heutige Präsidentin des C. G. Jung-Instituts in Zürich. "Ärger entsteht, wenn jemand über meine Grenzen geht oder nicht zulässt, dass ich meine eigenen Grenzen erweitere", definiert die Wissenschaftlerin, "Ärger lässt sich gut nutzen, um zu erkennen, was falsch läuft. Man spürt Energien, um etwas zu verändern."
Wer die Wut nie rauslässt, dem drohen Depressionen
Frisst man den Unmut ständig in sich hinein und unterdrückt ihn, werden Stresshormone und Neurotransmitter ausgeschüttet, die nicht gleich wieder abgebaut werden. "Die Folge ist eine anhaltende Aktivität im limbischen System im Gehirn, speziell in der Amygdala, wo es die meisten Rezeptoren für Stresshormone gibt", sagt der Hirnforscher Prof. Dr. Hans Markowitsch von der Universität Bielefeld, "dies kann wiederum zu chronischen Veränderungen auf Hirn- und Verhaltensebenen führen". Depressionen und andere psychische Erkrankungen drohen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...04733.html
Du siehst eben hinter jedem Ärger eine Verletzung, durch die eine -für dich- unberechtigte Reaktion ausgelöst wird, sobald der Verursacher zur Verantwortung gezogen wird, in dem der Betroffene sich verärgert zeigt, und Kritik an der Situation oder jenem Verhalten anbringt. Und das ist eben der Fehler in der Rechnung.
Würden alle so denken und nicht-reagieren, gäbe es keine Entwicklung mehr. Alles bliebe wie es ist - egal wie schräg es auch sein mag.
Wenn jemand in seinem Job ständig belästigt, gemobbt oder sonst wie mies behandelt wird, dann ist das nicht nur eine Frage nach der Verletzung die dadurch in demjenigen entsteht (was u.U. schlimm genug wäre) und/oder getriggert wird, sondern definitiv eine Aufforderung zur Handlung. Ärger kann hier ein guter Motor sein, der die Energien dazu (Veränderung) liefert.