24.07.2015, 21:11
Advaita - sanskr. "nicht-zwei" kann natürlich individuell / subjektiv / persönlich beliebig ausgelegt werden, zum Beispiel als Hinweis auf die "Einheit" allen Seins. Was aber schon wieder eine dualistische Perspektive darstellt, die versucht, die Vielheit zu einem undifferenzierbaren Einheitsbrei zu verkochen.
Was dem Kosmos natürlich auch keinerlei Sorgen bereitet, denn darin ist für alles Raum und Zeit.
Die Annahme liegt nahe, dass die ursprüngliche Intension von Advaita darin lag, das dualistische Schreckgespenst mit all seinen Leiden zu überwinden und den Fokus in die Richtung Einheit - alles ist Brahman - zu lenken.
Das kann man nun als geschickten Versuch der Integration bereits bestehender philosophischer Strömungen im Hinduismus verstehen, eine bewusste Bemühung, das GANZE erfassbar und erfahrbar zu machen.
Ebenso gut kann man es aber als Regression betrachten, denn das Eine, Brahman, hat sich ja, zumindest aus der Perspektive eines scheinbar in der Zeit existierenden persönlichen Bewusstseins betrachtet, in die Vielheit entfaltet. Zurück in die Einheit wäre dann eben eine Rückentwicklung, die der ewigen Entfaltung des Kosmos entgegen wirkt.
Offensichtlich hat sich das aber als Sackgasse erwiesen, denn die Entfaltung des Brahman scheint ja ungehindert weiter fortzufahren, weshalb die Bedeutung von Advaita erweitert werden musste, wenn es eine sinnvolle Philosophie des Ganzen bleiben oder werden sollte.
Nicht-Zwei deutet also eher auf eine nicht dualistische Perspektive, die das Ganze nicht in Einheit und Vielheit trennt und dann je nach Befürchtung der Desillusionierung betreffs der eigenen Vorstellung von Persönlichkeit, mal die eine, mal die andere Seite bevorzugt, wie das gegenwärtig scheinbar noch Manche zu interpretieren geneigt sind.
Und hier kommt nun Neo-Advaita ins Spiel. Es erlaubt mit recht einfachen Mitteln, schnell sehr intensive Einheitserfahrungen zu machen, die ungeahnte Gefühle von Freude und Geborgenheit, die Wonnen des reinen Seins an sich mit sich bringen.
Das steht natürlich oft im krassen Gegensatz zur bisherigen Erfahrung des Lebens als Mensch und verführt zur dualistischen, einseitigen Stellungnahme für die Einheit, das Brahman, wobei dann natürlich geflissentlich ignoriert wird, dass dieses zwar die Ebene der individuellen Erfahrung vollkommen durchdringt und umschließt, aber gleichzeitig eben jenseits davon ist und selbst die Einheitserfahrung als Täuschung entlarvt.
Da ist niemand, der diese Erfahrung macht, außer der virtuellen Vorstellung einer Persönlichkeit im Brahman, im kosmischen Bewusstsein. Also existiert auch keiner real, der sich anschließend als Erwachter, Erleuchteter, Guru, Lehrer oder Meister aufspielen oder als etwas Besseres betrachten könnte. Auch wenn man sich dieser Illusion mit einigem Genuss hingeben kann.
Aus kosmische Sicht wäre es also wohl am sinnvollsten, Advaita - Nicht-Zwei - als Perspektive zu verstehen, die ALLE Grenzen zwischen allen Erscheinungen und Vorstellungen als vorübergehende Täuschung erkennt und annimmt. Die nicht nur Nicht-Eins, Nicht-Zwei UND Nicht-Vielheit, sondern auch als Einheit, Zweiheit und Vielheit als ein GANZES betrachtet, als lediglich jederzeit annehmbare Perspektiven, die einander nur zu widersprechen scheinen, wenn man sich unbewusst in sie hinein ziehen lässt.
Aham Brahmasmi. ॐ
Was dem Kosmos natürlich auch keinerlei Sorgen bereitet, denn darin ist für alles Raum und Zeit.
Die Annahme liegt nahe, dass die ursprüngliche Intension von Advaita darin lag, das dualistische Schreckgespenst mit all seinen Leiden zu überwinden und den Fokus in die Richtung Einheit - alles ist Brahman - zu lenken.
Das kann man nun als geschickten Versuch der Integration bereits bestehender philosophischer Strömungen im Hinduismus verstehen, eine bewusste Bemühung, das GANZE erfassbar und erfahrbar zu machen.
Ebenso gut kann man es aber als Regression betrachten, denn das Eine, Brahman, hat sich ja, zumindest aus der Perspektive eines scheinbar in der Zeit existierenden persönlichen Bewusstseins betrachtet, in die Vielheit entfaltet. Zurück in die Einheit wäre dann eben eine Rückentwicklung, die der ewigen Entfaltung des Kosmos entgegen wirkt.
Offensichtlich hat sich das aber als Sackgasse erwiesen, denn die Entfaltung des Brahman scheint ja ungehindert weiter fortzufahren, weshalb die Bedeutung von Advaita erweitert werden musste, wenn es eine sinnvolle Philosophie des Ganzen bleiben oder werden sollte.
Nicht-Zwei deutet also eher auf eine nicht dualistische Perspektive, die das Ganze nicht in Einheit und Vielheit trennt und dann je nach Befürchtung der Desillusionierung betreffs der eigenen Vorstellung von Persönlichkeit, mal die eine, mal die andere Seite bevorzugt, wie das gegenwärtig scheinbar noch Manche zu interpretieren geneigt sind.
Und hier kommt nun Neo-Advaita ins Spiel. Es erlaubt mit recht einfachen Mitteln, schnell sehr intensive Einheitserfahrungen zu machen, die ungeahnte Gefühle von Freude und Geborgenheit, die Wonnen des reinen Seins an sich mit sich bringen.
Das steht natürlich oft im krassen Gegensatz zur bisherigen Erfahrung des Lebens als Mensch und verführt zur dualistischen, einseitigen Stellungnahme für die Einheit, das Brahman, wobei dann natürlich geflissentlich ignoriert wird, dass dieses zwar die Ebene der individuellen Erfahrung vollkommen durchdringt und umschließt, aber gleichzeitig eben jenseits davon ist und selbst die Einheitserfahrung als Täuschung entlarvt.
Da ist niemand, der diese Erfahrung macht, außer der virtuellen Vorstellung einer Persönlichkeit im Brahman, im kosmischen Bewusstsein. Also existiert auch keiner real, der sich anschließend als Erwachter, Erleuchteter, Guru, Lehrer oder Meister aufspielen oder als etwas Besseres betrachten könnte. Auch wenn man sich dieser Illusion mit einigem Genuss hingeben kann.
Aus kosmische Sicht wäre es also wohl am sinnvollsten, Advaita - Nicht-Zwei - als Perspektive zu verstehen, die ALLE Grenzen zwischen allen Erscheinungen und Vorstellungen als vorübergehende Täuschung erkennt und annimmt. Die nicht nur Nicht-Eins, Nicht-Zwei UND Nicht-Vielheit, sondern auch als Einheit, Zweiheit und Vielheit als ein GANZES betrachtet, als lediglich jederzeit annehmbare Perspektiven, die einander nur zu widersprechen scheinen, wenn man sich unbewusst in sie hinein ziehen lässt.
Aham Brahmasmi. ॐ
Aham Brahmasmi ॐ