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Was ist Advaita und wie unterscheidet sich Advaita non Neo-Advaita?
#61

@Thomas
Das wird dir sicher gefallen. Ken Wilber über die Liebe bzw. den Eros

http://integralesleben.org/de/il-home/il...die-liebe/ 

Aber letztlich wird auch das menschliche Gefühl der Liebe transzendiert in die "metaphysische Liebe", die kein Gefühl ist, sondern ein äusserst nüchterner SEINS-Zustand der Einheit von Liebe und Erkenntnis.
Ach ja, Ken Wilber erwähnt auch den Kurs in Wundern. Offenbar tut er das häufiger ... Interessant. Für mich war der Kurs ein Gefühlskiller, 35 Lektionen und mein Unterbewusstsein hat sich gewehrt und mächtig Aufstand gemacht. Es wollte nicht mit "Bedeutungslosigkeit" geimpft werden.... Was in Wirklichkeit bei mir anstand war das Fühlen und nicht das Desidentifizieren vom Fühlen. Zuerst wollten die Gefühle befreit werden... Meines Erachtens liegt da die Schwäche des Kurs in Wundern.
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#62

Ich denke die Wege sind so individuell wie die Menschen selbst.

Der eine hat bereits einen Willen entwickelt, der andere nicht, oder weniger.
Der eine hat sich bereits ausgetobt, ein anderer nicht. Und braucht das, je nach dem worum es geht, vielleicht auch gar nicht (mehr).
Das Nachholbedürfnis kann, muss aber nicht bestehen, weil man entweder bereits gesättigt war -was ja oft erst zur Umkehr bewegt, und zur eigentlichen Suche nach dem wer wir sind, und dem eigentlichen Sinn führt-, oder auch so einfach gar nicht das Bedürfnis hat. Die Menschen und ihre Charaktere sind verschieden.

Der eine erlebt Erwachen und einen Prozess, der andere Erwachen aber keinen Prozess.
Der eine erlebt eine Gipfelerfahrung/Einheitserfahrung und ist überzeugt er ist für immer bewusst und vereint.
Für den anderen bedeutet die Erwachenserfahrung das Ende und (s)ein Angekommen-sein.
Ein anderer erlebt beides oder eines davon, und für den ist das nur eine Initiation oder ein Zwischenschritt.
Einige durchlaufen bereits vor dem Erwachen einen Prozess, andere nicht.

Die Wege sind wie gesagt äußerst verschieden, allein aufgrund unserer verschiedenen Charaktere, Prägungen und Persönlichkeiten, und wie ES dahindurch fließen und geschehen machen "kann/will".

Obwohl die Prozesse sicher für alle nicht so erfreulich sind, geht der eine evtl. etwas sanfter dadurch als ein anderer, der es evtl. sogar wesentlich schwerer hat. Der eine brauch 5 Jahre, ein andere sein ganzes Leben usw.

Da gibt es sicher noch eine ganze Menge mehr was unterschieden werden kann.

Daher kann jeder nur über SEINEN Weg etwas aussagen, und davon nicht in allem auf die Wege aller anderen schließen.

Wer das dennoch tut, hat nicht verstanden.........denn ES kann weder zu Erwachen/Erleuchtung/Schattenintegration/Gewahrsein gedrängt noch kann es verhindert werden, wenn all das ansteht, im Leben des Einzelnen aufzutauchen - und auch der Samen / die Sehnsucht nach Wahrheit/sichSelbst kann nicht eingeimpft werden, und ist entweder vorhanden oder nicht, genauso wie der Wunsch nach Transformation, btw. die Bereitschaft sich auf diese Prozesse einzulassen und wach zu bleiben. (Obwohl sich vieles dem Menschen auf diesem Pfad auch aufdrängt) Das entscheidet ES als auch die Struktur der jeweiligen Persönlichkeit, ebenso ob der weglose Weg bis zum "Ende" gegangen wird oder nicht, auch da gibt es wie in der Natur sämtliche Variationen.
Laut C.G.Jung ist Individuation sogar nie abgeschlossen, sondern ein lebenslanger Prozess.

Ich denke wer es wirklich ernst meint, und seine Wachsamkeit und Bereitschaft nicht gegen vorgefertigte Konzepte und Überzeugungen austauscht, mögen sie noch so stimmig oder Perspektiven bewandert sein, der wird schon zusichgelangen. "Klopfet und euch wird aufgetan."
Aber selbst das ist andererseits nicht zu machen, sondern entweder da oder nicht da, wie schon gesagt....

Ach, was ich noch vergessen hatte, die ganze energetische Palette bis hin zu Kundalinierfahrungen mit Vereinigung im Kronenchackra, was ich nicht erlebt habe, aber einige andere erleben.
Überhaupt sind transformierende Prozesse meiner Erfahrung nach hoch energetisch.
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#63

"individuation" seh ich halt auch als ein konzept aus dem "ego-verständnis" heraus. wo (noch)jemand(im verständnis) ist, der etwas integriert/loslässt/annimmt ... eben den weg der "selbstfindung" "beschreitet". die bücher von c.g.jung waren auch die ersten hundert bücher die ich "nach meinem gotteserlebnis" las, doch war dann eben auch ein "punkt" wo dieses individuations-konzept nicht mehr "hinreichte". also nicht dass es nicht genial wäre, aber wo halt keiner ist der etwas integrieren, loslassen oder annehmen könnte/müsste/wollte da zeigt sich auch dass es aus dem ego-verständnis ("für das ego-verständnis ") konzipiert ist. ....hoffe das wird jetzt nicht als abwertend verstanden.... lg robert
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#64

Zitat:doch war dann eben auch ein "punkt" wo dieses individuations-konzept nicht mehr "hinreichte". also nicht dass es nicht genial wäre, aber wo halt keiner ist der etwas integrieren, loslassen oder annehmen könnte/müsste/wollte da zeigt sich auch dass es aus dem ego-verständnis ("für das ego-verständnis ") konzipiert ist. ....hoffe das wird jetzt nicht als abwertend verstanden.... lg robert

Hi ramazzotti, nein, ganz und gar nicht :-) , du hast schon Recht mit dem was du sagst. C.G. Jung war auch für mich nur ein Einstieg, und ist vielleicht ein Wegbereiter für Transpersonale Psychologie gewesen.
Seid meiner spirituellen Öffnung favorisiere ich eher die Psychosynthese nach Roberto Assagioli, oder den K.Wilber, weil ich darin mehr Erklärungen zu meinen späteren Erlebnissen der dunklen Nacht, zum Erwachen und den anschließenden Transformationsprozessen finde, als bei Jung.
Jung ist klasse bevor man ein Erwachen erlebt hat, aber streckenweise auch noch danach oder kurz davor :-) , da auch er von Persona als Maske spricht, und dem wahren Selbst dahinter. Ja, die Grenzen sind fließend....Ich meine mich zu erinnern, dass er sagte, nicht das "Ich" ist die steuernde Instanz, sondern das höhere Selbst, Gott in mir. Daher müsste das bewusste Ich sich unter die Führung des höheren Selbst stellen = die Ich-Achse entwickeln. Was ja auch die Hingabe an DAS bedeutet, und einen wirklichen Täter ausschließt, aber auch dennoch eine Aufforderung enthält, den (scheinbar) persönlichen Willen dazu einzusetzen, der letzlich mit dem Willen "Gottes" zu einem Willen verschmilzt.

Naja, wie auch immer, später hat ja so oder so dennoch alles irgendwo, oder auch im nirgendwo *gg* seinen Platz. Wink
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#65

Da fällt mir noch was ein. Die sog. Nachtmeerfahrt des C.G. Jung, die er selbst durchlebt hat, würde ich mit der aus der Mystik von Johannes vom Kreuz bezeichneten "dunklen Nacht" gleichsetzen.

Auch C.G. Jung sagte bereits:

"Mein Weg ist nicht euer Weg, also kann ich euch nicht lehren.
Der Weg ist in uns aber nicht in Göttern, noch in Lehren noch in Gesetzen.
In uns ist der Weg die Wahrheit und das Leben."
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#66

Ja, ich denke jung hätte noch einiges sagen können.. vielleicht schreib ich hier mal was über "meine Begegnung mit Jung".
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#67

Hm, ja, dem Text kann ich einiges abgewinnen, danke.

Zitat:Für mich war der Kurs ein Gefühlskiller, 35 Lektionen und mein Unterbewusstsein hat sich gewehrt und mächtig Aufstand gemacht. Es wollte nicht mit "Bedeutungslosigkeit" geimpft werden.... Was in Wirklichkeit bei mir anstand war das Fühlen und nicht das Desidentifizieren vom Fühlen. Zuerst wollten die Gefühle befreit werden... Meines Erachtens liegt da die Schwäche des Kurs in Wundern.

Du siehst eine Schwäche darin, weil du deine Gefühle behalten willst und glaubst, es seien deine Gefühle. Wer will schon etwas hergeben von dem er glaubt, es gehöre zu ihm? Du sagtest mal sinngemäß zu Paradoxa, sie wolle nicht loslassen sondern behalten, was ihr lieb sei.

So wird es auch mit deinen Gefühlen sein. Man kann den Kurs nicht machen, wenn man bereits festgelegt hat, was "jetzt ansteht" - er setzt voraus, dass man die Bereitwilligkeit aufbringt, auch noch das auf den Prüfstand zu stellen und für illusionär zu halten, was einem am allerselbstverständlichsten erscheint. Denn nur das macht Platz für das, was nicht illusionär ist.

Damit will ich aber keinesfalls sagen, dass irgendwas schief läuft, wenn man dazu nicht bereit ist. Ich glaube, erst dann, wenn man mit all den geliebten Gefühlen und Gedanken insofern durch ist, dass man sie allesamt als nicht zielführend erkennt, wird sich diese Bereitschaft entwickeln. Und so lange bleibt es eben ein try and error und zwar auch dann, wenn einem die weisesten Meister sagen, dass ein try nicht lohnt, weil der error ganz sicher ist.
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#68

aha ... was ist advaita ... ? ... und was ist neo-advaita ?

hmmm ... interessante frage ... und die antworten sind auf ihre art dann auch bezeichnend ...

mein angebot der antwort .... advaita versucht anders wie praxis- und methodennutzende denksysteme einen un-mittel-baren ( ohne mittel ) weg der wahrnehmung zu umschreiben ...
ohne jegliche an-weisung oder gar lehre , auch ohne das instrument "lehrer" oder "guru" werden hinweise formuliert , die an bereits intuitiv "wissende ahnung" im leser/zuhörer appelieren.
nichts davon wird mit dem label "wahr" beklebt ... sogar im gegenteil , wird mit dem gegensatz als hinweis operiert .

die meist vermutete denk-heimat des advaita in indien ist nur eine verkürzte darstellung von betrachtern des außen ...
letztlich lässt sich diese kommunikationsform ( und advaita ist letztlich eine kommunikationsform ) in nahezu allen regionen des globus und nahezu allen dekorationen von denk-traditionen finden .
die hinweise der taoisten und der ihnen folgenden alten chan"-meister" und die der kleinen buddhistischen gruppierung der tschan , sowie die essentiellen sufi-gedanken , als auch die worte des thomasevangelium und vieler vieler berichter der menschheit , sind nix anderes wie ad-vaita ...

hinweise auf das EINE , ohne ein zweites ... was nicht fern sondern bereits unmittelbar ist .

der begriff des neo-advaita wird eigentlich als eine spezifizierende , diffamierende bezeichnung der denk-und konzept-tradition des sri poonja-ji benutzt .
später wurde es dann als allgemein abqualifizierende bezeichnung von "es eigentlich nicht kapierenden" besserwissern der vor allem virtuellen sphären benutzt ...
eine irgendwie relevante bedeutung hat der begriff in keiner weise
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#69

Fredo sagt:
Zitat: und advaita ist letztlich eine kommunikationsform

Ich frage:
Wenn Advaita eine Kommunikationsform ist - Wer kommuniziert hier mit wem?
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#70

es kommuniziert die figur "berichter" mit der figur "sucher" ...
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